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  • Andrej Berger

1. Der Umgang mit Noten und Zeugnissen: Richtig reagieren



Das Zeugnis ist da – und jetzt?

Es ist soweit: Der letzte Schultag vor den Ferien ist da und die Zeugnisse werden verteilt. Herzklopfen bei den Schülern, aber auch bei den Eltern: Wie wird das Zeugnis aussehen? Wird es einigermaßen gut sein? Sind gute oder auch böse Überraschungen zu erwarten?

Gerade in Bezug auf schlechte Noten sind Kinder ihren Eltern gegenüber nicht immer offen und ehrlich. Schlechte Noten, die im Unterricht oder durch Klassenarbeiten und Tests erzielt werden, werden oft verheimlicht, weshalb Eltern oftmals nicht schlecht staunen, wenn sie das Zeugnis schließlich sehen.


Der Grund dafür ist ganz einfach: Ihre Kinder schämen sich einerseits für die schlechten Noten und hegen Selbstzweifel, weil sie es einfach nicht geschafft haben, bessere Noten zu erzielen. Andererseits haben sie Angst vor der Reaktion ihrer Eltern. Diese Angst begleitet die Kinder bis zum letzten Schultag. Fakt ist: Die Eltern werden das Zeugnis zu sehen bekommen und werden dementsprechend reagieren.

Doch wie diese Reaktion idealerweise ausfallen solle, zeigen wir Ihnen anhand folgender Ratschläge, die wir Ihnen gerne mit auf den Weg geben möchten.


Tipp 1: Ruhe bewahren – Noch ist nichts verloren

Wenn Ihr Kind mit unsicherer Mine und einem Blattpapier in der Hand auf Sie zukommt, können Sie schon deutlich spüren, wie Ihr Herzschlag ansteigt und Sie nervös werden. Beim Blick über die Noten halten Sie die Luft an und wappnen sich innerlich für das, was Ihnen gerade preisgegeben wird. Sind die Noten tatsächlich schlechter als erwartet, kann das schnell zu Ausschreitungen führen. Eltern sind oft kurz davor sich ernsthaft aufzuregen, zu schreien oder ihren Kindern Vorwürfe zu machen. Oft werden sogar Strafen verhängt, die sich auf Fernsehverbot oder gar Hausarrest belaufen.

Doch das ist die falsche Lösung. Auch wenn es Ihnen schwerfällt: Bleiben Sie ruhig und gelassen. Lassen Sie sich Ihre Enttäuschung nicht anmerken und machen Sie Ihrem Kind keine Vorwürfe. Seien Sie sich sicher, dass Ihr Kind sein Bestes gegeben hat. Atmen Sie tief durch und schlafen Sie eine Nacht darüber. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie das Zeugnis so akzeptieren, wie es ist. Sofern es sich um ein Zwischenzeugnis zum Schulhalbjahr handelt, besteht ohnehin noch die Möglichkeit, die Noten nach oben hin zu verbessern. Also, noch ist nicht alles verloren!

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